Roßlau setzt Zeichen für Wassersportler
Ortschaftsrat will Verein unterstützen.

Samstag, 28. Juni 2025 ANHALT-KURIER


Nicht nur Wassersportler nutzen den Zugang zum Fluss

gern.Foto: Ruttke


Von Silvia Bürkmann
Rosslau/MZ. Einstimmig auf den Weg gebracht hat der Ortschaftsrat Roßlau
eine Vorlage zur Unterstützung des Roßlauer Wassersports an der
Sachsenbergstraße. Diese Straße führt direkt an das Elbufer unter der
Eisenbahnbrücke und zu den Bootshäusern der Roßlauer Rudergesellschaft
(RRG) und der Paddler. Seit 2022 gibt es zwischen der RRG und der
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) mit dem
Wasserstraßenamt Dresden einen Nutzungsvertrag über Flussufer und
Gelände.


Wasser zieht Leute an


Laut Vertrag entrichtet die Rudergesellschaft für die Nutzung pro Jahr 377
Euro und hält auf eigene Kosten die Nutzfläche und Steganlagen in
ordnungsgemäßem Zustand. Eingeschlossen ist der Erhalt schutzwürdiger
Biotope und Flächen. Zu schützen sind sowohl Fluss und Boden vor dem
Eintrag gefährdender Stoffe.
Diese Arbeit, legt Ortschaftsrat Klemens Koschig als Sprecher der Vorlage-
Einreicher dar, leistet der Verein nicht allein für seine Hobby- und
Freizeitsportler, sondern für alle Roßlauer. Denn die Sachsenbergstraße ist
eine der wenigen direkten Zugänge zum Flussufer. So werde das Gelände
nicht allein zum traditionellen Schifferfest Ende August gut besucht und
genutzt. Demzufolge wolle nun der Ortschaftsrat den kleinen Verein am
Elbkilometer 258 bei seiner Arbeit für viele unterstützen.


Vernünftige Lösung finden


Welche Form und Größe das haben könnte, sei noch zu bedenken.
Gesprächsbedarf zeigte sich in der Diskussion. Während Peter Vester (Die
Linke) an ein Konzept für einen kompletten Wassersportstandort am
Elbkilometer 258 denkt, will Ortsbürgermeister Laurens Nothdurft (AfD)
angesichts der aktuellen Haushaltslage in der Stadt „ein so großes Fass“ nicht
aufmachen und womöglich weitere Begehrlichkeiten wecken. Sein Vize Jörn
von der Heydt setzt auf die gemeinsame Suche nach vernünftigen Lösungen.
„Denn die lassen sich finden.“